Ich stamme mit meiner Frau Livia aus einer Familie von Hoteliers, die bereits seit vier Generationen dieses Metier ausüben. Nach der Hotelfachschule in Stresa wollten wir unser eigenes Restaurant eröffnen, was zu großem Protest innerhalb meiner Familie führte.
Während zehn Jahren haben wir das Hotel und das Restaurant unter diesen Umständen gemeinsam geführt, bevor wir uns ausschließlich mit dem Don Alfonso 1890 befassten.
Wir sind gereist, haben uns mit Essensgewohnheiten befasst, Weinen, Obst, Fleisch, Fischmärkten, dort, wo das wahre Leben ist.
Dann haben wir unseren eigenen landwirtschaftlichen Betrieb „Le Peracciole“ gegründet und dieser ist inzwischen ein integraler Bestandteil unseres Restaurants.
Was war Ihr emotionalstes kulinarisches Erlebnis?
Mit Livia vor 35 Jahren in der Tour d’Argent. Wir waren in Begleitung eines bekannten französischen Schriftstellers und waren fasziniert von der Atmosphäre, dem Charme, der Gastlichkeit, der Aufmerksamkeit für kleinste Details. Claude Terrail war für mich ein Vorbild an Lebenskunst und Stil.
Was war für Sie der amüsanteste Zwischenfall in Ihrer Küche?
Vor 15 Jahren schenkte uns Luigi, unser Fischhändler, an Heiligabend sieben Kilo lebende Aale. Sie waren alle in einer mit Wasser gefüllten Wanne. In der Küche waren wir sehr beschäftigt und niemand merkte, dass ein schöner Aal sich aus der Wanne stahl und in den Speiseraum gelangte... Im Restaurant waren sehr viele Gäste, einige davon waren so erschrocken, dass sie auf die Tische stiegen. Als der Maître d’Hôtel mir dies berichtete, kam ich sofort aus der Küche und zusammen mit meinen Mitarbeitern konnten wir den Aal einfangen und traditionell, d.h. gegrillt, zubereiten! Wir servierten diesen Aal allen Gästen, die begeistert waren...
Was würden Sie Hobbyköchinnen und -köchen raten?
Beobachten Sie die Natur, die Region und die saisonalen Produkte und bereiten Sie diese mit dem nötigen Respekt zu.