Ich stamme nicht aus einer Familie von Köchen, aber mich hatte dieser schöne Beruf schon immer eine besondere Anziehungskraft.
Ich begann mit einer Lehre als Pâtissier in Lunéville. Mein Lehrherr vermittelte mir die Liebe zu meinem Beruf, die Disziplin, den Respekt vor schönen Produkten. Am Ende dieser Ausbildung beschloss ich, bis zu seiner Pensionierung mit ihm zusammen zu arbeiten.
1994 ging ich als Confiseur-Chocolatier ins Maison Lalonde nach Nancy.
1996 stieß ich als Pâtissier zur Küchenbrigade des Château d’Adoménil zu meinen Schwiegereltern, indem ich die Stelle annahm, die sie mir seit meiner Heirat mit ihrer Tochter Sophie im Jahr 1994 angeboten hatten.
Ich entdeckte also die Welt des Kochens an der Seite meines Schwiegervaters und meiner Schwägerin Cathy. Einen prägenden Einfluss auf mich hatte auch Sophies Großvater, ein Koch, der nach dem Vorbild von Escoffier ausgebildet worden war und der mir viel Wissen vermittelte und mir die Grundlagen erklärte.
Das Kochen faszinierte mich mehr und mehr. Nach meiner Arbeit unternahm ich Experimente und versuchte einige Techniken aus dem Bereich der Süßspeisen mit Techniken aus dem Kochbereich zu kombinieren. Mein Schwiegervater entdeckte mein Interesse und wurde mein Berater.
1998 wechselte ich meinen Berufsweg und begann als Commis in der Küche. Voller Begeisterung erfüllte ich bescheiden jede mir zugewiesen Aufgabe und erklomm langsam die Leiter nach oben. 2001 wurde ich zweiter Küchenchef und 2003 Küchenchef, unter den wachsamen Augen meines Schwiegervaters.
Dank des Vertrauens und der Großzügigkeit meiner Schwiegereltern, ging die Übergabe reibungslos vonstatten und wir haben vor zwei Jahren offiziell das Ruder übernommen mit dem Ziel, die Zukunft des Adoménils weiter zu gestalten.
Meine Küche? Respekt vor dem Produkt, Leichtigkeit und ein Hauch von Abenteuer.
Was war Ihr emotionalstes kulinarisches Erlebnis?
Im Mai 1998, ein überwältigendes Essen im Arnsbourg in Baerenthal. Wir waren berauscht von der Kleinschen Magie. Mir wurde klar, dass es noch ein ganzes kulinarisches Universum für mich zu entdecken gab.
Was war für Sie der amüsanteste Zwischenfall in Ihrer Küche?
Wie jeden Sonntag erwarteten wir zwei Stammgäste. Wir wussten, was sie wollten und hatten ein traditionelles Bresse-Huhn zubereitet und zum Ruhen aus dem Ofen genommen. Wir hatten jedoch nicht mit der guten Nase ihres Hundes mit dem Name „Gourmet“ (das ist kein Scherz!) gerechnet der sich die Mittagspause zunutze machte, um in die Küche zu gelangen und das Hühnchen zu stibitzen. Er war großzügig, denn er brachte seinen Besitzern, die einen Spaziergang im Park machten, unter den wachsamen Augen der Brigade, die mittlerweile an die Arbeitsplätze zurück gekehrt war, die abgenagten Reste.
Was würden Sie Hobbyköchinnen und -köchen raten?
Einfache Gericht mit schönen Produkten kochen, um gesellige Momente zu teilen.