Relais & Châteaux ist eine exklusive Kollektion von 500 führenden, von Charme geprägten Hotels und Spitzenrestaurants in 60 Ländern. Von den Weinbergen des Napa Valley bis zu den Stränden von Bali, von den Olivenhainen der Provence bis zu den Wildreservaten in Südafrika, Relais & Châteaux vereint die schönsten Reiseziele an den schönsten Routen zur Entdeckung der Vielfalt von Regionen und Ländern.
In unseren Häusern ist jeder Maître de Maison bestrebt, die Verbundenheit mit einer Kultur und einer Region mit Ihnen zu teilen. Sie haben manchmal ein ganzes Leben damit verbracht, die Geschichte und den Geist eines Ortes zu verinnerlichen und vermitteln Ihnen voller Leidenschaft dessen Seele und Wurzeln.
Traumhafte Orte, um ein Wochenende als Verliebte zu verbringen oder die bedeutenden Meilensteine des Lebens zu feiern: Geburtstage, Jahrestage, Flitterwochen, Familienfeiern... Dank der Magie unserer Häuser werden Ihre schönsten Feiern zu unvergesslichen Erinnerungen.
Relais & Châteaux wurde vor mehr als 50 Jahren von führenden Hoteliers und Küchenchefs gegründet und ist heute eine Referenz für Exzellenz in allen Bereichen der Gastronomie und der Hotellerie. Wir laden Sie zu einzigartigen Erlebnissen und einer Reise der Sinne in unsere Häuser weltweit ein, um Art de Vivre wiederzuentdecken und neu zu definieren.
E-Mail : 4saisons@relaischateaux.com Internetseite : http://www.manoir.com Inhaber: Raymond Blanc OBE FIH Maître de Maison: Philip Newman-Hall MI FIH Grands Chefs Relais & Châteaux: Raymond Blanc und Gary Jones
Meine Kindheit entspricht wahrscheinlich dem Klischee, das man langläufig über das Leben auf dem Lande in Frankreich hat. Sie bildet die Grundlage und das Fundament meiner Arbeit – in der Küche und auch im Umgang mit Menschen. Im Alter von sieben Jahren nahm mich mein Vater mit in den Garten und forderte mich auf, etwas Erde in die Hand zu nehmen, sie genau anzusehen, sie zu riechen und zu schmecken. Und ich musste mich natürlich auch an der harten Gartenarbeit beteiligen, während meine Freunde Fußball spielten. Und dann musste das Gemüse geerntet und klein geschnitten werden. Meine Mutter kochte es und machte es für den Winter ein. Seit meinem siebten Lebensjahr war ich auch Jäger und Sammler in den Wäldern des Franche-Comté, wo es Wiesen gibt, auf denen die schönsten Dinge wachsen: Champignons, Pfifferlinge, wilder Spargel, wilde Beeren und Blumen. Alles, was wir gefunden hatten, brachten wir meiner Mutter, die daraus etwas Einfaches aber Einfallsreiches kochte und alles, was übrig blieb, verkauften wir am Straßenrand. Daher kenne ich die wechselnden Jahreszeiten sehr gut, und außerdem wurde ich damit im Alter von 10 Jahren zu einem reichen jungen Mann!
Wenn wir zuhause Hühner oder Kaninchen hatten, tat ich immer mein Möglichstes, um sie für den Kochtopf vorzubereiten. Die Küche und das Essen waren das eigentliche Herz unseres Hauses. Essen und Nahrung waren aber gleichzeitig auch ein Geschenk, ein Akt der Liebe, den man mit Menschen, die man mochte, mit der Familie, teilte. Diese Werte haben meine Arbeit in der Küche und bei der Zubereitung von Lebensmitteln sehr geprägt.
Als ich als kleiner Junge in Besançon war, sah ich, mit welcher Freude und welchem Genuss in Restaurants gegessen wurde und ich sagte mir: « Ich möchte den Menschen gern auch so eine Freude bereiten.“ Man muss die Fähigkeit haben, in dem aufzugehen, was man macht. Ich kann von mir nicht sagen, dass ich genialer bin als andere, ich kann aber mit Fug und Recht von mir behaupten, dass ich ein bisschen härter arbeite als die meisten Menschen. Man kann nicht überall der Beste sein. Ich war klug genug, um mich von ausgezeichneten Mitarbeitern unterstützen zu lassen, eine wirklich tolle Truppe.
Was war Ihr emotionalstes kulinarisches Erlebnis? Als man mich bat, für drei kleine Kinder in unserem Ortskrankenhaus in Marsen, Oxford, zu kochen. Diese Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren hatten Krebs und Leukämie und waren so offen für meine Kochkünste und mochten mein Essen sehr.
Was war für Sie der amüsanteste Zwischenfall in Ihrer Küche? Mein bei weiten liebster Gast war die Königinmutter. Hier nun eine kurze aber wahre Geschichte. Ich hatte so oft für sie gekocht, dass sie eines Tages zu mir kam und sagte: „Monsieur Blanc, Sie haben so viel für mich getan und ich habe eigentlich noch nichts für Sie getan. Was kann ich für Sie tun?“ Und dann gab sie selbst die Antwort und sagte: « Ich weiß, was ich für Sie tun werde. Ich komme ins Manoir ». Gesagt, getan. An einem wunderschönen Tag im August kamen drei Bentleys mit der königlichen Beflaggung angerollt. Die Königinmutter stieg mit vielen ihrer gut aussehenden Freunden aus. Es waren fast 50 Leute, alle in leuchtenden Farben. Sie aß dann im großen Saal mit allen anderen Gästen. Das war ein großartiges Spektakel. Nach dem Essen wandte sie sich an mich und fragte mich: „Was war Ihr größter Erfolg, M. Blanc?“ Ich sagte mir: „ Du lieber Gott, was soll ich denn jetzt sagen?“ Ich wollte besonders clever sein und antwortete, dass mein größter Erfolg war, 200 Engländer dazu zu bringen, die Marseillaise mit der Hand auf dem Herz zu singen. In diesem Augenblick wurden alle Gäste im Restaurant weiß um die Nase, sie konnten es nicht fassen, dass ich ihr eine solche Antwort gegeben hatte. Sie aber schaute mich mit einem breiten Lächeln im Gesicht an, nahm den Stock in ihre linke Hand, stand auf und sagte: „Ich singe jetzt auch die Marseillaise, M. Blanc.“ Es war unglaublich. Sie war zu dem Zeitpunkt schon fast 92 Jahre alt und wollte dennoch alle Mitarbeiter des Restaurants treffen und schüttelte jedem einzelnen die Hand. Das hatte einfach Klasse.
Was würden Sie Hobbyköchinnen und -köchen raten? Kochen Sie nie ein neues Gericht für Ihre Gäste. Probieren Sie es erst in der Familie oder mit engen Freunden aus, die es schon lange mit Ihnen ausgehalten haben. Ein gutes Essen beginnt mit gesunden Zutaten. Verwenden Sie nur die frischesten Lebensmittel der Saison, wenn möglich Bioprodukte. Damit sorgen Sie dafür, dass das Essen gesund ist und ernährungsphysiologisch wertvoll ist. Versuchen Sie immer, die Vorspeise und das Dessert vorzubereiten, so dass Sie sich nur mit dem Hauptgericht beschäftigen müssen, wenn Ihre Gäste da sind.