Im Osten Kanadas am Atlantik gelegen dokumentiert diese Küstenprovinz die ungewöhnliche Geschichte der ersten französischen Siedler und ihrer englischen Nachfolger. Außerdem findet man dort die wunderschönen Landschaften des Cap Breton.
Neuschottland ist eine Naturlandschaft, die für alle, die die Weite und die koloniale Geschichte lieben, ein ideales Ziel ist. Genau hier, am Ende der Welt und am Rande des Ozeans, trafen im 17. Jahrhundert die ersten französischen Siedler ein, zumeist aus der Bretagne, die von den fischreichen Gewässern der Gegend angezogen wurden und sich hier niederließen und die Kolonie „Neues Frankreich“ gründeten. Man kann ihre Spuren noch immer entdecken, obwohl sie nach der Niederlage von Acadia im Jahr 1713 den Engländern Platz machen mussten. Im Nordosten der Halbinsel liegen Louisbourg mit dem gelungenen Nachbau einer französischen Festung aus dem 18. Jahrhundert, Chéticamp, das bedeutendste französische Dorf am Cap Breton und im Süden Grand Pré und Annapolis Royal. Der erste Ort, ein Verschiffungshafen, birgt noch viele Erinnerungen an die Ereignisse um die „Große Umsiedlung“, als die Engländer ab 1755 alle Franzosen ins Exil schickten, die dem König von England nicht die Treue schwören wollten. Im zweiten Ort wurde das erste Fort der Franzosen in Neufrankreich, das 1605 hier errichtet wurde, nachgebaut.
Trotz dieser Fülle an historischen Stätten, der vielen ganz und gar „britischen“ Dörfer und der Erinnerung an Graham Bell (Erfinder des Telefons) sowie Marconi (Erfinder der drahtlosen Telegrafie), die beide hier Zuflucht fanden, sollte man die Schönheit der Natur nicht vergessen. Wie zum Beispiel die wunderschöne Küste an der Fundy Bay im Süden und die Weite von Cap Breton, sowie die Straße entlang der Steilküste, die zwischen dem Meer und dem Wald von Chéticamp nach Ingonish führt.