
Beijing (Peking), die Hauptstadt Chinas, ist ein Spiegelbild des Landes und des neuen chinesischen Wohlstands. Die Stadt ist die Wiege einer tausendjährigen Kultur und hat sich zu einer dynamischen Millionenstadt entwickelt, ohne dabei ihre Traditionen und Symbole vollkommen zu verlieren.
Seit den Olympischen Spiele im Sommer 2008 hat Beijing sich sehr verändert. Die Straßen der Hauptstadt Maos vibrieren nicht mehr im Rhythmus der Millionen von Radfahrern in blauen Mao-Blusen und die Stadt hat die roten Fahnen zugunsten der Zeichen eines rentableren „Staatskapitalismus“ eingeholt. Beijing hat die Chance genutzt und eine urbane Revolution durchgeführt. Die Stadtviertel wurden radikal verändert, das Olympia-Stadion mit 90 000 Plätzen in der Form eines Vogelnestes und der futuristisch anmutende „Kristallkubus“ des Olympischen Schwimmzentrums wurden gebaut.
Dennoch bleiben die Symbole der Vergangenheit. Tausende von Besuchern besuchen jeden Tag den Tian’anmen-Platz und das Grab Maos. Vor allem die Verbotene Stadt, die Residenz der Kaisers, zeugt mit den 800 Gebäuden und fast 9000 Zimmern von der Macht der Ming-Dynastie. Eine Stadt innerhalb der Stadt, die man von innen besichtigen und von oben vom Gipfel einer Kohlehalde aus betrachten kann, um einen Eindruck zu gewinnen von der Macht eines Kaiserreichs, das sich als Mittelpunkt der Welt verstand. An anderen Orten gibt es weitere Zeichen aus der Vergangenheit, beispielsweise das Stadtviertel des Trommelturms, den Sommerpalast der Kaiserin Cixi und den Himmelstempel.
Von Beijing aus sollte man unbedingt zwei Ausflüge unternehmen. In den Ming-Gräbern am Fuße der Berge, sind 13 Kaiser begraben. Weiter im Norden verläuft die Chinesische Mauer über fast 6 700 km Länge. Knapp zwei Stunden von Beijing entfernt liegt Badaling. Hier wurde ein Abschnitt der Großen Mauer wieder aufgebaut und man erahnt den unglaublichen Kraftakt, der vor mehr als 2 000 Jahren notwendig war, um das chinesische Kaiserreich vor Invasionen zu schützen.