Erbaut als Amphitheater um eine byzantinische Festung zieht der Hafen von Kavala immer wieder Besucher an. Die Geschichte hat ihre Spuren hinterlassen und Strände wie Dörfer der Umgebung machen daraus ein bekanntes Reiseziel in Nordgriechenland.
Weniger bekannt als Athen, Saloniki oder die Zykladen ist Kavala dennoch eine der am häufigsten besuchten Küstenstädte Griechenlands. Ganz im Norden des Landes gelegen, auf dem Weg zwischen Thrakien und der Türkei, sind das antike Neapolis und das byzantinische Christoupolis mit seinen reichen Kulturschätzen Zeugen einer bewegten Vergangenheit. Mit seiner Schlüsselstellung auf der Route nach Konstantinopel, musste sich Kavala nach der Eroberung durch die Türken und der mehrfachen Zerstörung schützen. Die wunderbare byzantinische Festung oberhalb der Stadt zeugt davon ebenso wie zahlreiche Mauerreste.
Kavala ist aber vor allem ein wunderbarer Ort, mit seinen harmonisch abgestuften weißen Häusern und den Ziegeldächern, die vom Meer bis zu den Hügeln reichen. Die Altstadt ist eine Augenweide. Ausgehend vom pittoresken Hafen mit seinen bunten Fischerbooten schlendert man durch die alten Häuser des Viertels Panagia. Im Vorbeigehen entdeckt man das Haus von Mehmet Ali, dem ägyptischen Vize-König des 18. Jahrhunderts, Imaret, ein türkisches Gebäude mit 18 dem Meer zugewandten Kuppeln und Kamares, das herausragende, von Suleiman dem Großen erbaute Aquädukt.
In der Nähe von Kavala kommen Badefreunde und Liebhaber der Fischrestaurants an den Stränden von Kalamitsa, Palio oder Raspani voll auf ihre Kosten. Andere flüchten auf die Insel Thasos oder gewinnen Land und entdecken die tabakproduzierenden Dörfer, Agios Silas, sein Kloster und die Ruinen der alten mazedonischen Stadt Filipi.