Diese Stadt in der Provinz Tarent im Süden Italiens ist das Zentrum des Barockstils in Apulien. Die Gebäude in der eleganten Altstadt sind neben dem Opernfestival im Nachbartal Itria der Hauptanziehungspunkt der Gegend.
Ganz im Süden Italiens gelegen gibt sich Martina Franca ein wenig zurückhaltend, pflegt aber dennoch ein bemerkenswertes Kulturerbe, das viele, die diese Stadt von Bari oder Brindisi aus besuchen, durchaus zu schätzen wissen. Die Eleganz der Altstadt ist zurückzuführen auf die Familie der Caracciolo, deren Mitglieder seit dem 16. Jahrhundert die Herren der Stadt waren. Ihre Herrschaft ist geprägt durch den Bau von Kirchen und Palästen, die die Stadt zu einem Zentrum des Barocks in der Region Apulien machen, ein Titel, den die Stadt auch heute noch für sich beansprucht. Schon ein kurzer Bummel durch das elegante von Stadtvillen geprägte Altstadtviertel reicht aus, um den außergewöhnlichen Charakter des Orts kennen zu lernen. Der alte herzogliche Palast (1688), der Glockenturm, die Via Cavour und die Via Mazzini mit den Barockpalästen, die Kirche San Domenico, die Basilika San Martino mit der blendend weißen Fassade sind aufschlussreiche architektonische Zeugen einer Pracht und Machtfülle, die einst in die gesamte Region ausstrahlte.
Martina Franca liegt hoch oben auf einem Berg. Von dort gewinnt man einen Eindruck von der Umgebung und von der Adria im Hintergrund. In der Nähe befindet sich das Naturschutzgebiet « delle Pianelle ». Die Stadt liegt außerdem am Eingang des Itria-Tals. Ein bekanntes Opernfestival, das jeden Sommer stattfindet, trägt den Namen dieses Tals (Festival della Valle d’Itria). Seit mehr als dreißig Jahren werden italienische und französische Opern aus dem 19. Jahrhundert im Ehrenhof des herzoglichen Palastes aufgeführt.