
Die Chyulu Hills, die an den Tsavo West Park grenzen, sind eine Bergkette vulkanischen Ursprungs und gehören zu den erdgeschichtlich jüngsten Bergen des Planeten. Lavalandschaften und Wälder beherrschen das Land der Massai am Fuße des Kilimandscharos.
Anders als viele andere große Nationalparks in Kenia steht beim Chyulu Hills Nationalpark vor allem die Natur und nicht so sehr die Fauna im Mittelpunkt. Der höchste Gipfel dieser jungen Bergkette ist 2.160 m hoch. Die Bergkette entwickelte sich nach Vulkanausbrüchen während des ersten Jahrtausends. Die steilen schwarzen Lavalandschaften, auf denen Sträucher mit roten Blüten wachsen (Korallenbaum), sind ein besonderer Anziehungspunkt. Die Wolken aus dem Westen entladen hier ihre Fracht und der Regen dringt in den weichen Stein und speist so die Seen und Quellen weiter im Süden.
Bekannt sind vor allem die „Mzima Springs“, die diese geologische Besonderheit veranschaulichen. Zwei Seen, die unterirdisch gespeist werden, liegen inmitten einer üppigen Vegetation und sind wichtige „Oasen“, denn ein Teil ihres Wassers wird für die Versorgung der Stadt Mombasa verwendet. Nicht weit von hier entdeckt der Besucher die Seen Jipe und Chala und die Roaring Rocks, eine chaotisch anmutende Ansammlung von Felsbrocken an einem Abhang.
An verschiedenen Orten erkennt man den vulkanischen Ursprung dieser Region. Die Chyulu Hills sind jeden Tag während der Öffnungszeiten des Parks von 6 Uhr bis 19 Uhr zugänglich. Man kann Wanderungen durch die Berge unternehmen oder Höhlen erkunden. Auch zwei Krater sind zugänglich: Chaimu und Shaitani. Der erste ist ausgebrochen und man sieht jetzt einen schwarzen Lavafluss, auf dessen Oberfläche Schwefel verteilt ist. Der zweite bildet ein langes schwarzes Lavaband, das der Form des Tales folgt.
Nachdem auf dem Gipfel der Poachers Lookout erreicht ist, ein zentraler Aussichtspunkt, bekommt man einen Eindruck von der Größe des Bergmassivs und der Vulkangipfel. Im Westen liegt unter dem kritischen Blick des Kilimandscharos die Trockensavanne, das Stammesgebiet zahlreicher Massai-Stämme.