
Cochin bzw. das heutige Kochi, ist eine der ältesten Hafenstädte in Indien und ein Ort von großer historischer Bedeutung. Seine lange Geschichte reicht bis in das Jahr 1409 n. Chr. zurück, als der erste Reisende aus China hier eintraf. 1498 kam Vasco da Gama nach Cochin und der Rajah von Cochin gestattete ihm den Bau der Festung Immanuel, der ersten europäischen Niederlassung auf dem indischen Subkontinent. Dies war der Anfang der Kolonialherrschaft in Indien sowie der Geschichte von Fort Cochin als einer indo-europäischen Stadt. In den weiträumigen Mauern der Festung bauten die Portugiesen Häuser und Kirchen, die bis heute im lokalen Leben verankert sind.
Die Umrisse der heutigen Stadt erinnern an die Niederländer, die Cochin im Jahre 1663 von den Portugiesen eroberten. Sie errichteten die heute noch bestehenden Stadtgrundmauern und schufen einen zentralen Handelsknotenpunkt zwischen Europa und China. In dieser Periode erreichte Fort Cochin seine Blütezeit und größte Bedeutung.
Die letzte Phase der Kolonialherrschaft begann im Jahre 1795, als die Stadt von den Briten übernommen wurde. Auf Fort Cochin entstanden britische Plantagen und Handelshäuser und es entwickelte sich der typisch indo-europäische Architekturstil. Heute ist Cochin weiterhin eine der wichtigsten historischen Hafenstädte der Welt und Zentrum des weltweiten Gewürzhandels. Trotz aller modernen Neubauten und Veränderungen lebt die ereignisreiche Geschichte der Festungsmauern von Cochin fort und reflektiert ein Bild der entspannten Schönheit vergangener Zeiten.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören:

die chinesischen Fischernetze

St. Francis Church

der Niederländische Palast

die Jüdische Synagoge
Mattancherry, die historische Partnerstadt von Fort Cochin, wurde direkt vom Rajah regiert und ist heute die Heimat von 14 unterschiedlichen Gemeinschaften mit ihren eigenen Kulturen, religiösen Überzeugungen und Sprachen, was zu einer Vielfalt an Kirchen, Moscheen, Synagogen und Tempeln führt. Die bekanntesten unter ihnen sind die Cochin-Juden, die sich im jüdischen Viertel, neben der Synagoge aus dem 16. Jahrhundert niedergelassen hatten. Über einen Zeitraum von 20 Jahren entwickelten sich die ehemaligen Gewürzhandelslager zu einem der größten Märkte für Kunsthandwerk, Kuriositäten und Antiquitäten in Indien und sind damit ein unwiderstehliches Besuchermagnet. Um diesen Markt herum entfalteten sich vielfältige neue Kulturstätten und Lifestyle-Shops: Kathakali-Theater, Galerien für moderne Kunst, Boutiquen und Mode bilden eine einzigartige Mischung mit einmaligem Charme.
Kochi, auch die „Königin des Arabischen Meeres“ genannt, ist eine Inselgruppe auf dem ausgedehnten Vembanad See, der maritimen Verbindung zwischen Meer und Stauwasser. Malerische Inseln wie zum Beispiel Bolgatty, Vypeen, Gundu und Vallarpadam sind nur auf dem Wasserweg zu erreichen. Als einer der größten Süßwasserseen Asiens stellt der Vembanad eine mächtige ökologische Ressource für die Flora und Fauna sowie die an seinen Ufern lebenden Menschen dar. Hausbootfahrten und Kanutouren durch die schmalen Kanäle, die als Verbindungsstraßen zu vielen Dörfern dienen, vermitteln Besuchern einen intimen Einblick in das Dorfleben der Einheimischen.
Was Sie unbedingt sehen sollten:

die malerischen Bergdörfer mit Tee-, Kaffee-, Gummi- und Gewürzplantagen

eine ausgedehnte Kerala-Tour mit „The Malabar Escapes“ und ihrem umweltfreundlichen Hausboot auf dem See Vembanad und dem Plantagen-Bungalow Serenity mit Elefant.