Mit der gigantischen ockergelben Festungsanlage, die aus einer kargen Landschaft emporwächst, fasziniert die Stadt in Rajasthan. Als alte Karawanenhauptstadt der Rajputen besitzt sie eine umwerfende Architektur am Tor zur Wüste Thar.
Rajasthan ist bekannt für beeindruckende Landschaften und farbenfrohe Städte. In Jaisalmer konzentriert sich diese Schönheit wie in einem ausgefallenen Schmuckkästchen. Ganz im Osten des Bundesstaats gelegen erzählt die Stadt von der heldenhaften und auch grausamen Geschichte der Rajputen, Prinzen eines Gebiets, das mit der Gewalt des Schwertes erobert wurde und dann schonungslos unter Fremdherrschaft stand. Die Zitadelle legt Zeugnis darüber ab. Erbaut im 12. Jahrhundert und dann umbaut von Festungsmauern und Türmen, gewährt sie durch vier monumentale Tore Zutritt. In diesem Labyrinth von Mosaiken, kleinen Innenhöfen und Sälen erahnt man den Cäsarenwahn der Prinzen an der Grenze zur Wüste, die sich praktischerweise an der Route der Handelskarawanen niedergelassen hatten.
Die Stadt beherbergt auch die berühmten havelis, wunderschöne Handelshäuser mit kunstvoll gearbeiteten Balkonen. Sowohl in der Ober- als auch in der Unterstadt zeigen die Läden und das rege geschäftliche Treiben, dass Jaisalmer nichts von seinem legendären Sinn für den Handel verloren hat.
Die Jain-Tempel sind eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt. Filigrane Wunderwerke, wo sich weißgekleidete Pilger und glühende Verteidiger des Lebens drängen. Letztere tragen Masken und fegen den Boden vor ihren Füßen, um selbst die kleinsten Insekten zu schützen… Ein Besuch in Jaisalmer endet stets mit einer Tour durch die Wüste. Die Ausflüge in die Dünen auf dem Rücken von Kamelen sind eine weitere Besonderheit dieser in jeder Hinsicht eindrucksvollen Stadt.